Frauengesundheit

Empfängnisregelung

Zum Thema Verhütung beraten wir Sie gern ausführlich. Ob hormonell (mit Pille, Pflaster, Ring, Depotspritze, Implantat), lokal in der Gebärmutter (mit hormonhaltigen Verhütungsschirmchen oder nicht hormonellen Spiralen, wie der Kupferspirale) oder natürlich (z.B. durch die symptothermale Methode) – wir finden für Sie die richtige Lösung. Selbstverständlich führen wir auch die Spiraleneinlage in unserer Praxis durch.

Chlamydienscreening

Chlamydien sind Bakterien, die vor allem sexuell übertragen werden und zu einer Infektion der Genitalorgane führen können. Häufig verläuft die Infektion ohne Beschwerden und damit unbemerkt. Eine unbehandelte Chlamydieninfektion kann zu Verwachsungen der inneren Geschlechtsorgane führen und ist einer der häufigsten Gründe für Unfruchtbarkeit bei Frauen. Deshalb können sich gesetzlich versicherte Frauen bis 25 Jahre einmal jährlich auf Chlamydien testen lassen. In der Schwangerschaft ist der Test auf Chlamydien Teil der Mutterschaftsvorsorge. Selbstverständlich ist eine Testung auch jederzeit als individuelle Gesundheitsleistung möglich.

Beratung zu Wechseljahresbeschwerden und ggf. Therapie

Wie die Pubertät stellen gerade die sogenannten „Wechseljahre“ eine Phase von emotionalen und körperlichen Veränderungen dar.
Neben vasomotorischen Symptomen („Hitzewellen“) kann es auch zu Schlafstörungen (insbes. Durchschlafstörungen), depressiven Verstim-mungen, zunehmenden Ängsten, Libidoverlust, Scheidentrockenheit, etc. kommen. Nicht alle Frauen haben Beschwerden. Nicht immer ist der Leidensdruck so groß, dass eine Behandlung nötig ist. Wir beraten Sie zu diesem Thema sehr gern und informieren Sie über die möglichen Therapieoptionen.

Impfungen (Beratung und Durchführung)

Wir bieten Impfungen gegen HPV, Influenza, Tetanus/Pertussis/Diphterie ggf. mit Poliomyelitis (als 3-fach oder 4-fach-Impfstoff) an. Selbstverständlich impfen wir auch unsere Schwangeren.
Bringen Sie deshalb bitte zu jeder Krebsvorsorgeuntersuchung Ihren Impfausweis mit.

Mädchensprechstunde

Die Pubertät geht für viele Mädchen und junge Frauen mit zahlreichen Fragen, Ängsten und auch Beschwerden einher, die nicht immer den Eltern kommuniziert werden.
Wir nehmen uns extra viel Zeit, um alle eure Fragen in einem geschützten Rahmen zu beantworten und euch ausführlich zu beraten .

Psychosomatische Grundversorgung

Nicht für alle Beschwerden lassen sich körperliche Ursachen finden. Gerade im Bereich der Frauenheilkunde kann es zu Somatisierungsstörungen kommen – vereinfacht ausgedrückt äußert sich dabei der „Seelenschmerz“ als „Körperschmerz“. Das bedeutet also keinesfalls, dass sich die Betroffenen die Symptome einbilden! Die Ursachen sind meist multifaktoriell – eine große Rolle spielen anhaltender seelischer Stress, emotionale Konflikte oder psychosoziale Belastungen.
Im Leben vieler Frauen kommt es zu emotional einschneidenden Lebensereignissen – z.B. Schwangerschaft, Geburt, Muttersein, aber auch die hormonellen und körperlichen Veränderungen in der Pubertät oder in den Wechseljahren – die selbstverständlich zu psychischen Belastungen führen können.
Unsere Aufgabe ist es, körperliche Ursachen für die Beschwerden auszuschließen, eventuelle Somatisiserungsstörungen zu erkennen und ggf. eine weitere Therapie in die Wege zu leiten.

Die Krebsvorsorge beim Frauenarzt beginnt mit dem vollendeten 20. Lebensjahr und wird einmal im Jahr durchgeführt. Altersabhängig umfasst die gesetzliche Vorsorge unterschiedliche Untersuchungen.

Krebsvorgorge

Ab dem vollendeten 20. bis zum vollendeten 35. Lebensjahr

Jährlicher Zellabstrich vom Gebärmutterhals und Kontrolle sowie Tastuntersuchung des weiblichen Genitales

Ab dem vollendeten 30. Lebensjahr

Zusätzlich jährliche Kontrolle und Tastuntersuchung der Brust

Ab dem vollendeten 35. Lebensjahr

Zellabstrich mit HPV-Ko-Testung vom Gebärmutterhals aller 3 Jahre weiterhin jährliche Kontrolle und Tastuntersuchung des weiblichen Genitales und der Brust

Ab dem vollendeten 50. Lebensjahr

Zusätzlich jährliche Durchführung eines Schnelltests auf okkultes Blut im Stuhl im Rahmen der Darmkrebsvorsorge

Ab dem vollendeten 55.Lebensjahr

Durchführung einer Darmspiegelung beim Gastroenterologen oder weiterhin Stuhltest auf okkultes Blut aller 2 Jahre im Rahmen der Darmkrebsvorsorge

Ultraschalluntersuchungen der weiblichen Genitalorgane und der Brustdrüse sind nicht Teil der gesetzlichen Krebsvorsorge, können aber im Rahmen der erweiterten Krebsfrüherkennung als individuelle Gesundheitsleistung (kurz IGeL) durchgeführt werden.

Krebsnachsorge

Die Nachsorgeuntersuchungen nach einer gynäkologischen Krebserkrankung übernimmt primär die ambulante Frauenärztin.

Die Untersuchungen erfolgen zunächst aller 3 Monate in den ersten 3 Jahren, dann aller 6 Monate für weitere 2 Jahre, bevor man dann wieder in einen jährlichen Rhythmus übergeht. Neben der körperlichen Untersuchung zur Erkennung von lokalen Rezidiven und von möglichen Nebenwirkungen der Tumortherapie steht vor allem die Verbesserung der Lebensqualität und der Abbau von Ängsten im Vordergrund. Hierzu veranlassen wir z.B. physiotherapeutische Maßnahmen und vermitteln eine psychoonkologische und psychosoziale Mitbetreuung. Für zusätzliche diagnostische Maßnahmen überweisen wir an spezielle Fachärzte.